Zuletzt aktualisiert am 25. August 2023

Südtirol, Berge wohin man auch sieht. Da kommt es nicht gerade überraschend, dass im Norden Italiens ein paar Weltmarken des Bergsports beheimatet sind. Eine davon ist SCARPA und von denen nehmen wir uns den Trailrunningschuh SCARPA Ribelle Run genauer unter die Lupe.


[Werbehinweis: Vielen Dank an meinen Kooperationspartner SportFits, die diesen Beitrag unterstützt haben. Die hier vorgestellten Tipps sind meine eigenen. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.]


Direkt beim auspacken des Trailrunningschuhs schießt mir ein “Wow, der ist ganz schön wuchtig” durch den Kopf. Wuchtig klingt etwas hart aber im Vergleich zu den anderen Vertretern der Trailrunning-Zunft in meinem Schuhregal halt irgendwie doch. Das kommt vor allem durch das TPU-Band zum Schutz vor Geröll oder unliebsamen Wurzeln. Es umschließt den Fuß von der Ferse bis zur Zehenkappe komplett. Eine mini Panzerung eben.

Wie läuft sich der SCARPA Ribelle Run im Test

Auf dem Trail zeigt der Ribelle Run direkt wo er zuhause ist oder besser gesagt wo er nicht sein möchte. Für gemütliche Waldautobahnen ist er verschenkt, dieser Schuh will es richtig wissen und gehört deshalb ins technische Gelände.

Auf den Single Trails hier im Taunus gefällt es dem sportlichen Südtiroler schon um einiges besser. Wobei auch das nicht sein eigentliches Revier darstellt.

Erst mit viel Geröll und blockigen Gelände zeigt sich seine wahre Stärke. Beim Alpenstadt City & Trail hinauf auf den Hochstaufen und wieder hinunter, hat sich gezeigt wofür der Schuh gebaut ist.

Der Schuh muss an den Fels

Während der gut 19 km habe ich mich voll und ganz auf die Traktion der Sohle verlassen können. Im Waldabschnitt ging es Dank des groben Profils ohne großartige Rutscheinlagen über die feuchten Wurzeln und den teilweise schlammigen Boden.

Oben am Fels klebt der SCARPA förmlich am Fels. Steile Platten waren angenehm laufbar ohne das ich auch nur einmal das Gefühl hatte ins Rutschen zum kommen. Einzig die Schnürung hat sich irgendwie beim Uphill gelockert sodass ich hier zwei, dreimal nachjustieren musste, weil ich nicht mehr stabil im Fußbett stand.

Größe und Passform

Selten bin ich in einen so komfortablen Schuh gelaufen. Muss ich ja jetzt wirklich so sagen. Der Ribelle sitzt in der bestellten Schuhgröße nahezu perfekt. Der Gepolsterte Bereich um die Knöchel fühlt sich gut an, ist allerding leider keine gute Wärmebrücke. Hier wirds kuschelig warm. Ist aber nicht weiter wild, wenn wir Trailrunner:innen so angenehm gebetet sind.

Ein Schnellschnürsystem wie wir es von anderen Marken kennen hilft, den Schuh über den kompletten Spann gleichmäßig fest zu schnüren. Mir kam es bei ein paar Läufen so vor, dass sich das System aber mit zunehmender Dauer etwas weitet und ich nicht mehr ganz so stabil im Fußbett stand.

Design

Was soll ich zum Design sagen! Ich mag minimalistische Schuhe aber ebenso technische Trailschuhe, die bis in die Schnürsenkel durchdacht sind. Das ist beim Ribelle Run definitiv der Fall. Das blau-schwarze Design mit dem rundum vorhandenen Geröllschutz hat es mir durchaus angetan. Vor allem weil es nicht nur ein Hingucker ist, sondern auch eine sinnvolle Funktion hat.

Was mir noch nicht so ganz gelungen ist war bisher das Schnellschnürrsystem passend zu verstauen. Vielleicht ist hier die Kordel ein tick zu lang oder ich habe die Technik mit dem Lacekeeper noch nicht ganz raus.

Grip

Alleine schon beim Anblick der grob profilierten Sohle lässt sich vermuten, dass den SCARPA Ribelle Run so schnell nichts aus der Spur bringt. Bei meinen Läufen auf den Trails hier im Taunus hat ihn nichts wirklich an seine Grenzen gebracht. Über Single Trails mit Wurzeln und Geröll konnte der Südtiroler nur müde lächeln. Schlammige Passagen hat die PRESA Sohle ebenso leicht wegstecken können.

Wie oben schon kurz angedeutet habe ich den Ribelle Run auch in den Alpen auf technischen Terrain ausgeführt und genau dort konnte er sein komplettes Potenzial voll ausschöpfen. Steile Passagen auf felsigem Gelände im Uphill sowie Downhill waren genau das, wofür der Schuh gemacht ist. Die Sohle klebte förmlich auf dem von der Sonne erwärmten Kalkstein und auch auf den feuchteren Trails im Wald mit einigen Wurzeln konnte ich mich voll und ganz auf einen sicheren Stand verlassen.

PRO

  • Robust
  • Grip
  • Leicht

CONTRA

  • Globig

Fazit zum SCARPA Ribelle Run

Mit dem Ribelle Run Trailrunningschuh von SCARPA bekommt ihr einen treuen Begleiter für die Trails. Beim ersten reinschlüpfen ist er super komfortabel lässt sich mit dem (etwas zu langen) Schnürrsystem angenehm festziehen und dank des verschweißten Materials drückt bestimmt auch keine Naht. Vor allem wer es technisch mag, vorwiegend in den Bergen unterwegs ist, wird mit dem robusten und doch nicht so schweren Südtiroler unglaublich viel Spaß haben.

Jetzt habt ihr hoffentlich einen guten Eindruck vom SCARPA Ribelle Run erhalten und vielleicht ist er ja genau der richtige Schuh für euer nächstes Trailrunningabenteuer.

Wer von euch vielleicht doch eher was für Trailrunningeinsteiger:innen sucht, kann gerne hier reinschauen.

Wir sehen uns auf den Trails!

Die wichtigsten Daten

  • Gewicht: 280 g bei Größe 42 (Nachgemessen bei Größe 45 1/2 = 350 g)
  • Material: SCARPA Eigententwicklung Sock-Fit LW Konstruktion – Meshgewebe.
    TPU-Band umschließt den Fuß von der Ferse bis zur Zehenkappe komplett.
  • Sohle: PRESA TRN-02 Sohle
  • Sprengung: 4 mm (was genau ist eigentlich eine Sprengung? bei Bergzeit wirds beschrieben.)
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© TRAIL Magazin

Anmerkung: Der Schuh wurde mir im Zuge einer Kooperation von SportFits gestellt. Das Fazit bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

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Author

... liebt die Berge. Am liebsten verbringt er Zeit beim Wandern, Bergsteigen oder auf zwei Brettern im Schnee. Im heimischen Taunus auch gerne mit dem MTB und beim Trailrun unterwegs.

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