Zuletzt aktualisiert am 25. März 2024

Vor ein paar Monaten erhielt ich eine spannende Anfrage: Ob ich nicht Lust hätte, den inov-8 Trailfly G 270 v2 zu testen. Bisher hatte ich die robusten Briten nur aus der Ferne betrachtet, daher war ich natürlich sofort dabei. Doch genug der Vorrede – lasst uns das Grip-Monster direkt unter die Lupe nehmen.

Der Dezember zeigte sich meistens von seiner unschönen Seite. So wirklich frostig war es nicht, zumindest nicht dauerhaft und der von mir heiß herbeigesehnte Schnee wurde von Frau Holle auch nur selten ausgeschüttelt. Aber einige Läufe auf den Trails bei mir im Taunus waren eben dann doch drin und die haben mit dem inov-8 G 270 v2 so richtig Spaß gemacht.


[Werbehinweis: Vielen Dank an meinen Kooperationspartner inov-8, die mir den Trailfly G 270 v2 Trailrunningschuh für den Test zu Verfügung gestellt haben. Die hier vorgestellten Tipps sind meine eigenen. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.]


Wie läuft sich der inov-8 Trailfly G 270 v2

Die letzten Monate verwandelten einen Großteil meiner Trails zu kleineren Bachbetten was der inov-8 zwar mit nassen Füßen quittierte aber ansonsten von den Bedingungen in Schnee und Matsch eher unbeeindruckt mit mir unterwegs war. Ist ja auch nicht wirklich verwunderlich bei einem Schuh von der britischen Insel.

auf dem Trail

Denn dort muss er vermutlich wie hier im feuchten unwegsamen Gelände funktionieren und das macht er ganz hervorragend. Bei meinem längeren Lauf der gute 20 Kilometer auf der Uhr anzeigte war ich zufrieden mit dem was ich an den Füßen hatte. Das tiefe Stollenprofil gibt in jeder Situation halt und vermittelt nach nur wenig gelaufenen Kilometern vertrauen. Bei meinen Testläufen haben ich den Trailrunner aus Trails im Uphill machen einfach Spaß. Die Traktion der Sohle ist immer da wenn man sie braucht. Wenn es etwas schneller wird, habe ich allerdings Probleme mit der Stabilität aber dazu komme ich gleich.

Größe und Passform

Mein erstes Trailfly Model war ein Müh zu eng. Nach nur wenigen Schritten in der Wohnung bin doch zu dem Entschluss gekommen, dass ich lieber eine halbe Nummer größer nehmen sollte als normalerweise in meinem Schuhregal stehen. Da war er dann nun, der G270 V2 und es hat nichts mehr gedrückt. Leider ist er nun ein bisschen zu groß. Oder vielleicht täuscht der Eindruck nur aufgrund der großzügigen Zehenbox. So voluminös kenne ich das von meinen bisherigen Trailrunningschuhen nicht muss ich gestehen.

Komfortables Laufen mit dem Trailfly G 270 v2

Also alles nochmal neu geschnürt und der Fuß sitzt mit viel Spielraum für die Zehen. Die sind im übrigen durch einen schmalen Geröllschutz mehr oder weniger ausreichend verpackt.

Insgesamt läuft sich der Trailrunningschuh unerwartet komfortabel. Das liegt zum einen an der bewährten Zwischensohle, auf der eine ausgesprochen angenehme Einlegesohle ihren Platz einnimmt. Ähnlich wie beim LOWA Citux hat inov-8 dem Trailfly eine leichte aber doch bequem gepolsterte Zunge spendiert. Dieses Konstrukt rundet dann eben das angenehme Lauferlebnis ab.

Design

Der inov-8 Trailfly G 270 v2 mag zwar nicht gerade für sein atemberaubendes Design bekannt sein, aber seine klaren Linien, die drei verschiedenen Farbtöne und das markante Firmenlogo verleihen dem Nachfolger des preisgekrönten Terraultra G 270 einen gewissen Charme. Ein besonderer Hingucker sind die Sprenkel in der POWERFLOW MAX Zwischensohle, die dem Schuh ein gewisses Alleinstellungsmerkmal verleihen.

Qualität und Verarbeitung des Trailfly G 270 v2

In Sachen Verarbeitung gibt es absolut nichts zu meckern. Die Designabteilung hat nicht versucht einen komplett neuen Schuh zu entwickeln und hat sich um kleine Verbesserungen gekümmert. Laut Hersteller ist nun das aus Mesh bestehende Obermaterial sogar um 25 % robuster als der Vorgänger. Ob das tatsächlich so ist kann ich mangels Vergleichsschuh nicht beurteilen aber strapazierfähig ist der G 270 V2 auf alle Fälle. Nach meinen bisherigen Läufen bin ich bestimmt an dem ein oder andern Stock oder Fels entlanggeschrammt und dem Trailfly sieht man das nicht an.

Grip

Jetzt geht’s ans Eingemachte denn was den Grip angeht so macht man dem Trailfly so schnell nichts vor. Das grobe Profil der Stollen gräbt sich so richtig schön in den Untergrund. Dabei ist es egal ob es sich um den weichen Waldboden handelt oder der mit Schnee überzogene Trail. Ein bisschen an seine Grenzen kommt der Schuh bei richtig viel Matsch aber das ist bei der Konkurrenz mit ähnlichen Profil auf der Sohle nicht anders.

PRO

  • Grip
  • Leicht
  • Laufkomfort

CONTRA

  • Keine Schnürsenkeltasche
  • Design
  • Passform

Fazit zum inov-8 Trailfly G 270 v2

Ich gebs zu, dieses Fazit hat mir doch ein bisschen mehr Kopfzerbrechen bereitet als ich gedacht habe. An für sich gefällt mir der inov-8 Trailfly G270 v2 (ist wirklich ein sehr langer Name) echt gut. Er ist robust, hat Grip wenn man ihn braucht und trägt sich durchaus komfortabel. Gerade für längere Läufe jenseits der Zweistundenmarke würde ich sagen ein super Schuh.

Wäre da nur nicht diese üppige Zehenbox unter der die Passform in meinen Augen doch irgendwie leidet. Wenn ich in dem Trailfly einen schnellen Singletrail im Downhill nehme habe ich trotz fest angezogener Schnürsenkel immer das Gefühl einer leichten Instabilität. Mag an meinem schmalen Fuß liegen

Wer auf großem Fuß lebt und die zweite Version eines mehrfach ausgezeichneten Allrounders, der in Sachen Grip keine Wünsche offen lässt, auf die Trails ausführen möchte sollte sich den inov-8 Trailfly G 270 v2 genauer anschauen.

Falls ihr aber doch eher was für Trailrunningeinsteiger:innen sucht, schaut gerne hier vorbei.

Wir sehen uns auf den Trails!

Die wichtigsten Daten

  • Gewicht: 270 g bei Größe 42 (Nachgemessen bei Größe 45 1/2 = 000 g)
  • Material: POWERFLOW MAX-Schaum für die Zwischensohle und BOOMERANG-Fußbett. Obermaterial aus strapazierfähigem MESH.
  • Sohle: Multidirektionale 4 mm tiefe Stollen, GRAPHENE-GRIP-Gummi
  • Sprengung: 0 mm (was genau ist eigentlich eine Sprengung? bei Bergzeit wirds beschrieben.)

Anmerkung: Der Schuh wurde mir im Zuge einer Kooperation von inov-8 gestellt. Das Fazit bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

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Author

... liebt die Berge. Am liebsten verbringt er Zeit beim Wandern, Bergsteigen oder auf zwei Brettern im Schnee. Im heimischen Taunus auch gerne mit dem MTB und beim Trailrun unterwegs.

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