Waldboden und Bäume, Steine, Felsen und Geröll, kurze. – und lange Strecken, bei Wind und Wetter. Draußen in der Natur, dass ist Trailrunning.

Wenn du diesen tollen Sport ausüben möchtest brauchst Du nicht viel. Ein Shirt, eine Hose und natürlich der passende Schuh für den anstehenden Traillauf. In diesem Artikel zeigen dir 13 Trailrunner ihren liebsten Trailrunningschuh und berichten worauf es bei einem guten Schuh ankommt. Vielleicht ist ja auch das richtige Paar für Dich dabei.

Heiko von People Abroad

© People Abroad – Der Terrex Agravic

adidas Terrex Agravic

Mein Lieblings-Trailrunningschuh ist der adidas Terrex Agravic. Bei Straßenläufen auf Asphalt sind der Saucony Kinvara und der Saucony Breakthru meine erste Wahl. Beide sind schön leicht, sehr flexibel und die
Konstruktion finde ich perfekt, wenn man dynamisch laufen möchte.

Sicherheit die man k-(l)aufen kann

Beim Berg- und Crosslaufen, bei dem ich einen guten Halt noch wichtiger finde, bin ich am liebsten mit dem Terrex Agravic unterwegs. Passform und Schnitt des Schuhs sind sehr gut, er sitzt perfekt am Fuss und vor allem gibt er eben einen guten Halt im unebenen Gelände – gerade wenn’s über Steine und Wurzeln geht. Was ich am besten an dem Schuh finde, ist der optimale Grip der Continental-Gummisohle. Die ist wirklich rutschfest, auch wenn’s mal nass und matschig ist.

Gute Dämpfung für den schmalen Fuß

Das liegt u.a. auch an dem Nockenprofil der Sohle, das ein bisschen aussieht wie das Profil von einem Mountainbike-Reifen. Verbaut ist beim Agravic auch die Boost-Dämpfung, die man von anderen adidas Running-Schuhen kennt. Dämpft gut und der Schuh ist insgesamt, trotz der Gummisohle, noch relativ leicht. Allerdings ist der Schuh eher für Läufer mit schmalem Fuss geeignet. Wer im vorderen Zehenbereich gerne Platz haben möchte, sollte eher zu einem anderen Schuh greifen, denn er hat einen eher schmalen Schnitt.

Noch ein Tipp:
weil mein aktuelles Agravic-Modell ziemlich dünne Schnürsenkel hat, die beim Laufen immer aufgegangen sind, binde ich die mittlerweile mit einem Doppelknoten – das funktioniert. Und beim nächsten Agravic-Modell würde ich doch zur GTX-Version greifen. Beim Trailrunning, gerade wenn man in den Bergen unterwegs ist, nicht ganz unwichtig.

Blog: people-abroad.de

Sarah Völkl von waytorunyourlife

© Sarah Völkl mit dem S-Lab Sense Ultra am Watzmann

Salomon S-Lab Sense Ultra

Mein präferierter Trailschuh ist der Salomon S-Lab Sense Ultra. Mit ihm habe ich einen Schuh gefunden, der meinem kleinen, schmalen Fuß die optimale Passform bietet und durch seine Grip inkludierende Sohle umfassenden Halt auf dem Untergrund generiert. Durch die leichte Dämpfung des Schuhs können hohe Geschwindigkeiten bei gleichzeitiger Langdistanz zurückgelegt werden.

Der Schuh ist weder schwer noch zu dünnhäutig konstruiert. Mithilfe des grazilen Aufbaus des Schuhs findet er ebenso Anwendung bei Läufen im hochalpinen Terrain – ein ,,Allrounder” sozusagen.

Blog: waytorunyourlife.jimdo.com

Benedikt Böhm

© Dynafit – Mit Speed durch die Alpen

DYNAFIT Alpine Pro

Mein Favorit unter den Alpine Running Schuhen ist der DYNAFIT Alpine Pro. Mit seinen 300 Gramm ist er nicht nur angenehm leicht, sondern gleichzeitig auch sehr bequem und vielseitig. Entwickelt wurde der Alpine Pro für klassische Mittel- und Langdistanzen, ein paar Kilometer mehr sind aber auch überhaupt kein Problem.

Leichter Trailrunningschuh für alpines Gelände

Gerade in anspruchsvollem, alpinem Terrain wo ich für meine Speed-Projekte trainiere, kann der Schuh seine Stärken voll ausspielen und der Fuß ist perfekt geschützt und stabilisiert. Die Vibram® Megagrip Sohle ist einfach top und sorgt sowohl bei nassen als auch bei trockenen Bedingungen für den perfekten Grip.

über Benedikt: ist Speed-Bergsteiger und Internationaler Geschäftsführer des Bergausdauerspezialisten DYNAFIT. Tourenski sind Benes liebstes Fortbewegungsmittel, im Sommer schnürt er aber auch gerne die Alpine Running Schuhe – Hauptsache er ist schnell am Berg unterwegs.

Webseite: benediktboehm.de

Sascha von trailrunnersdog

© Trailrunnersdog.de – Der Muclaw 300 in seinem Element

Mudclaw 300 von inov-8

Mein liebster Trail Running Schuh ist aktuell ganz klar der Mudclaw 300 von inov-8. Mit knapp 1000 Kilometer auf dem Tacho ist er außerdem der Schuh in meinem Fuhrpark, den ich am meisten ausgeführt habe. Runalyze sagt es wäre genau 74 Trainings gewesen, auf denen er mich begleitet hat. Egal ob 10 Kilometer Feierabendrunde oder Tagestour auf dem Moselsteig. Der (ehemals) gelbe Flitzer kommt bei mir ohne großes Nachdenken fast immer zum Einsatz.

Doch warum ist Er mein Lieblingsschuh?

Der Mudclaw 300 ist ein leichter Schuh mit enorm viel Grip und einer Sprengung von nur 6 Millimeter. Gedacht ist der Mudclaw, ihr werdet es ahnen, für weiche und tiefe Böden. Egal ob Schnee oder Matsch, der Schuh liefert immer ausgezeichneten Grip und Kontrolle auf der Strecke. Auch auf meinen mit Schiefer, vulkanischem Geröll und Wurzeln überzogenen Trailstrecken an der Mosel konnte ich mich immer auf den Schuh verlassen.

Die weiche Gummimischung der Sohle hat auch diese Strapazen relativ gut weggesteckt. Mittlerweile ist die Sohle allerdings soweit runtergelaufen, dass aus dem aggressiven Gripmonster schon fast ein Straßenschuh geworden ist.

Es wird also Zeit für ein neues Paar Mudclaw 300!

über Sascha: Ich bin ein mittelalter, mittelschneller und mitteltalentierter Trail Runner von der Untermosel. Hier bin ich mittlerweile zuhause und treibe mich dort auf den steinigen Trails rum. Bestzeiten sind mir egal, mein Ziel ist es herauszufinden wie weit ich laufen kann.

Blog: trailrunnersdog.de

Philipp Reiter

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© Philipp Reiter – Am Start zur Watzmann Ostwand

Salomon Sense Ride

„Ich plane meine Läufe meistens ziemlich spontan. Also eigentlich plane ich sie eben nicht. Das ist ja das Spannende.

„Run Unexpected“

Rauf aufs Fahrrad, rein ins Auto, die Optionen abchecken und dann nach Lust und Laune entscheiden. Mein Gefährt zum mobilen Gear-Room umfunktionieren ist mir viel zu aufwändig.

Ein Allrounder wie er im Buche steht

Mein Equipment muss „allroundfähig“ sein: Eine wellige, schnelle Hügelrunde, ein mörderisch-steiler Vertical Kilometer, eine feucht-fröhliche Rutschpartie auf Schlammtrails oder ein messerscharfer Grat im Hochgebirge – alles ist möglich. Der SALOMON SENSE RIDE ist mir deshalb ziemlich ans Herz gewachsen. Ein Idealer Begleiter für alle meine „Draußen-Abenteuer“, den man “auch einfach mal so“ anziehen kann…“

über Philipp: Vollzeit Outdoor-Enthusiast, (Sport-)Fotograf und Student. Meine Leidenschaft sind die Berge und alles was drum herum passiert.

Webseite: www.philipp-reiter.de

Marcus von trail.cafe

© trail.cafe – Im Wettkampf erprobt

Dynafit Feline Pro

Für mich ist der Dynafit Feline Pro der perfekte Schuh für die technischen Trails. Er ist leicht (250g), bietet guten Grip auf fast jedem Untergrund und schützt den Fuß ausreichend vor Steinen. Er fühlt sich genauso wohl auf waldigen Trails wie auch in Geröll und Fels. Die Sohle vermittelt sehr direkt die Beschaffenheit des Untergrunds, wodurch man sehr schnell auf alle Gegebenheiten reagieren kann. Durch den engeren Schnitt sitzt mein Fuß fest und vor allem bei schnellen Downhills sicher im Schuh.

Ich habe hier nie das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Zudem habe ich für mich festgestellt, dass ich mit der niedrigen Sprengung von 4mm nicht in Knieschmerzen hineinlaufe. Hier habe ich bei 8mm oder mehr dann doch eher mal das Gefühl, dass es etwas unrund wird.

Ein Trailschuh wie für die Alpen gemacht

Bisher waren die anspruchsvollsten Strecken mit dem Schuh die 50km beim Großglockner Ultratrail mit 2000hm hoch und 2500hm runter sowie eine Strecke bei mir zu Hause mit 43km und 3100hm hoch und runter. Für diese Distanzen ist der Schuh von meiner Seite aus uneingeschränkt zu empfehlen.

Abstriche gibt es allerdings für das Laufen auf Asphalt. Hier ist die oben genannte direkte Übertragung des Untergrunds durch die geringere Dämpfung eher ein Nachteil. Für Strecken mit viel Asphalt- oder Forstweganteil sollte man sich vielleicht für ein anderes Modell entscheiden. Ein Hingucker sind die Schuhe allemal, da ein Schuh schwarz und der andere Schuh knallgelb ist. Somit ist man sich den Blicken der Wanderer gewiss…

Blog: trail.cafe

Steve von uptothetop

Schon mal was von Altra Running gehört?

Es fällt mir schwer einen Schuh als meinen Lieblingsschuh zu deklarieren. Über die Jahre habe ich die verschiedensten Schuhe an den Füßen gehabt und dabei auch einige Hersteller durchgemacht. Immer wieder gab es Schuhe die mich dabei absolut überzeugt haben, aber die Entwicklung schreitet voran und mal gefiel mir das Nachfolgemodell nicht mehr oder der Schuh wurde gänzlich eingestellt.

Bei all den Marken die mir in den letzten acht Jahren an die Füße gekommen sind ist mir eine Marke ganz besonders ans Herz gewachsen und das obwohl ich den ersten Schuh erst vor zwei Jahren an den Füßen hatte: es war der Lone Peak 3.0 von Altra.

0 mm Sprengung

Altra ist ein Hersteller aus Nordamerika und bekannt für seine Zero-Drop-
Technologie. 0 mm Sprengung, also die Ferse steht genauso flach im Schuh wie der Vorfuß. Wer bei 0mm Sprengung jetzt sofort an schmerzende Waden, Barfußschuhe und überreizte Achillessehnen denkt, der sollte unbedingt mal einen Altra ausprobieren, denn dank der wahnsinnig homogenen Dämpfung fallen die 0 mm überhaupt nicht auf. Ich war selbst überrascht und habe die Marke sofort in mein Herz geschlossen.

Aussehen wird überbewertet

Zugegeben, sie sehen komisch aus: Die Zehenbox ist oft extrem breit, die Farben sind nicht immer die auffälligsten und die teils üppige Dämpfung lässt so manches Modell wie ein Boot wirken.

Aber ich sag euch, die Teile machen Spaß und die Produktpalette von Altra ist so groß, dass wirklich jeder einen passenden Schuh findet. Straßenläufer, moderate Trails im Mittelgebirge oder ruppige Steige in den Alpen: bei Altra werdet ihr fündig. Zugegeben, es dauert sicher ein bisschen bis man sich mit dem ungewohnten Laufgefühl und der Dämpfung arrangiert hat, aber wenn es dann mal soweit ist, dann fällt es schwer sich wieder von den Schuhen zu trennen.

Noch ist die Marke in Deutschland nicht so präsent, aber das wird sich über die Zeit sicherlich ändern. In Amerika zählt Altra neben Hoka zu den bekanntesten und am weitest verbreiteten Marken. Bis es bei uns soweit ist wird es noch etwas dauern, aber wünschen würde ich es der Marke auf jeden Fall.

Als idealen Einstieg in die Marke würde ich allen Trailläufern den Lone Peak empfehlen.

Blog: uptothetop.de

Mathias Eichler

© Mathias Eichler – staubiger geht’s kaum

La Sportiva Bushidos

Ich liebe meine La Sportiva Bushidos (und ich hatte noch gar nicht die Gelegenheit brandneuen Bushidos II auszuprobieren). Meinen ersten Trailultra habe ich noch in billigen Adidas gerannt und dann auch sofort gemerkt das das nix ist. Habe dann eine weile verschiedene Schuhe ausprobiert und mich für die farbenfrohsten entschieden. Oder war es doch Nostalgie, da ich seit 20 Jahren an der Westküste der USA lebe, mehr oder weniger im Schatten vom Nike Hauptsitz, und einfach doch die Dolomiten vermisse.

Lange Läufe? Kein Problem

Die Bushidos sind für mich die perfekten Trailschuhe, für Läufe bis ungefähr 50 Meilen/80km (Hier in den USA ist das eine populäre Distanz).
Die Bushidos sind aggressive aber leicht, stabil und grippig und die haben mich noch nie im Stich gelassen. Durch den Matsch und über Wurzeln im Regenwald des Olympic National Parks, auf’m Schneefeld im Mount Rainier National Park oder in der Steinwüste des Grand Canyons bei der R2R2R Überquerung.

Weil der Schuh so leicht ist und der Schaft aus einen superleichten Air Mesh ist würde den Bushido eine Sommerschuh nennen. Wenn man durchs Dickicht rennt kann es schon zu kleinen Rissen im Futter kommen, was schade ist.

Er läuft und läuft und… läuft

Die Sohle hat eine bombastische Mischung, die sich nicht so schnell runterlaufen lässt und hält schon gute 800 km in meiner Erfahrung das macht den Schuh dann auch erforderlich. (Bin im Schwabenland geboren, das ist dann schon auch wichtig!)

So, wer einen leichten, aggressiven Trailrunningschuh sucht sollte sich auf jeden Fall den Bushido von La Sportiva anschauen. Und wer coole Trails im Pacific Northwest der USA sucht soll sich bei mir, Mathias Eichler, melden denn ich spiele gerne Tour Reiseführer!

über Mathias: Gebürtiger Deutscher der mittlerweile jetzt schon seit fast 20 Jahren an der Westküste der USA festsitzt. Designer, Verleger und Podcaster, ich bin Trailrunner und liebe die Berge.

Trailrunpodcast: Singletrack

Florian von Boulderniete

© boulderniete – Flo(h) im Downhill mit seinem
Mammut MTR 201 Pro

Mammut MTR 201 Pro

Wie das so ist mit den Lieblingsteilen, eigentlich war es reiner Zufall, dass wir zwei zueinender gefunden hatten. Durch meinen schmalen Vorfuß war ich tendenziell immer ein Salomonläufer. Der bequeme Sitz und der ausgezeichnete Fersenhalt des Mammut MTR 201 Pro überzeugten mich aber schon im Laden. Spätestens bei meinem ersten Downhill (in dem Fall, feuchter Schotter) verliebte ich mich endgültig.

Grip und gute Dämpfung

Kein Rutschen, nicht mal ein bisschen, wo hatte dieser Schuh nur so lange gesteckt. Seit diesem ersten Testlauf auf den Rauhen Kopf begleitet mich der Schuh auf (fast) allen Läufen. Egal ob im Fels oder Matsch, ob trocken oder feucht, ob kurz oder lang. Die gute Dämpfung, der Steinschutz (auch am Mittelfuß) und die unglaublich präzise Sohle machten ihn zum perfekten Begleiter.

Nach drei Jahren und 500+ Kilometern schickte ich ihn nun endlich in Rente. Bis zuletzt war die Sohle trotz weicher Gummimischung nur wenig abgenutzt, das Obermaterial hatte allerdings schon ziemlich gelitten. Aber wie heißt es so schön, alte Liebe rostet nicht und wenn wie in meinem Falle doch, gibt es inzwischen schon die aktualisierte Version aus dem Hause Mammut (bzw. Raichle).

über Florian: ist seit seiner frühesten Jugend in den Bergen unterwegs, ob in Fels oder Eis, Hauptsache nicht auf ausgetretenen Wegen. Die anfängliche Idee, beim Trailrunning eine ausgedehnte “Wanderung” machen zu können und trotzdem den Nachmittag mit deiner Familie zu verbringen, verwarf er schnell als die Läufe weiter wurden und er auch die Nachmittage benötigte. In seinem Onlinetourenbuch nimmt er Interessierte regelmäßig mit zu seinen Abenteuern.

Blog: boulderniete.com

Florian Neuschwander

© Florian Neuschwander – Run with the flow

ON Cloudventure

Mein liebster Trailrunningschuh ist der ON Cloudventure. Er ist für eigentlich alle Distanzen geeignet. Ich laufe ihn auf kurzen, aber auch auf den langen Kanten. Er ist stabil und hat eine gute Dämpfung auch für lange Ultras. Trotzdem ist er relativ leicht und man hat einen direkten Bodenkontakt, so dass man stabil steht.

Die Mission Grip Sohle bietet bei jedem Wetter und Terrain einen super Grip und beißt sich überall ordentlich fest. Ich habe den Schuh bereits bei Eis, Schnee, Matsch, Waldboden, Asphalt etc. getragen und er hinterlässt überall einen top Eindruck.

Hohes Tempo? Kein Problem

Vor kurzem habe ich einen 25 km Traillauf in Wiesbaden gewonnen und meinen leichteren Wettkampftreter (Cloudventure Peak) zu Hause vergessen. Trotzdem lief es mit dem bisschen „schwereren“ Cloudventure erstauntlich gut und auch ein für mich hohes Tempo unter 3:00 min./km ist damit kein Problem.

Ein dynamischer Schuh, der echt sehr viel Spass macht!

Webseite: run-with-the-flow.com

Sabrina von den WUSAS

© wusaonthemountain – Kontrast kann Salomon

Mein Herz schlägt für den Salomon Sense Ride

Der Salomon Sense Ride ist ein Trailrunning-Schuh, der mich inzwischen in allen Bereichen des Lebens begleitet. Warum? Weil er einfach so bequem ist und der für mich perfekte Trailschuh. Ich war immer der Meinung ich habe keinen Lieblingsschuh, oder bin da einfach unkompliziert.

Schuh ist Schuh

In der Regel ziehe ich Schuhe an und laufe los – meistens ohne spürbare Unterschiede, bis der Sense Ride ins Haus zog. Der Sense Ride umfasst meinen Fuß, als wäre er für meine Füße gemacht. Er bietet rundum Halt, nichts drückt und zwickt. Mit diesem Schuh kannst Du einfach weiter laufen, wirklich.

Von ausrutschen keine Spur

Dank effektiver Dämpfung und der bewährten Passform. Der Schuh bietet ein natürliches Rocker-Profil, das macht den Sense Ride so gemütlich und die Contagrip-Technologie sorgt für optimale Traktion, egal auf welchem Untergrund. Ich habe den Sense Ride während des Transalpine Run 2018 ausschließlich getragen und damit wirklich auf Herz und Nieren testen können – mein Fazit?

Inzwischen trage ich das „kleine Schwarze“ – also den Sense Ride in schwarz sogar im Büro. Bei jedem Lauf begleitet mich dieser Schuh und so schnell vermutlich kein anderer. Die Farben sind auch soooooooo schön – da fällt die Wahl schwer.

Blog: wusaonthemountain.at

Robert von Vitaminberge

© vitaminberge – Robert im Downhill, ausnahmsweise nicht auf Madeira.

Asics Trabucco

Mein klarer Favorit bei Trailrunning-Schuhen ist der Asics Trabucco. Den Schuh laufe ich jetzt schon seit einigen Jahren und er hat mich so wohl bei Ultras als auch kurzen Strecken gut rum gebracht.

Ein Trailrunningschuh wie eine Couch

Mit dem Trabucco war ich sowohl um die Zugspitze unterwegs, als auch auf Madeira und vielen Wandertouren. Daher ist er sowohl im ruppigen Trail, als aber auch auf Forstwegen sehr gut zu laufen. Er ist ja wie eine Couch und auch nach 60 km noch angenehm zu tragen.

In der letzten Version, die ich bis jetzt hatte, war ein großes Manko der Grip auf nassen Fels, welches ja die Königsdisziplin für jeden Trailschuh ist. Aber in der aktuellen Version wurde der Grip und auch das rutschen auf nassen Fels extrem verbessert und ich freue mich den Schuh dieses Jahr auf meinen Touren und auch bei Wettkämpfen zu tragen.

Der Trailschuh für den nicht ganz so leichten Läufer

Als sehr großer und auch sehr schwere Läufer, ich bin über zwei Meter groß und wiege mehr als 100 Kilo, ist das ein sehr gemütlicher Schuh, der mir extrem guten Halt gibt, aber auch genügend Dämpfung, um auch Forststraßen gut meistern zu können. Das sind Punkte die ich bei manch anderen Trailrunning-Schuhen schon vermisse, die aber extrem wichtig sind. vor allem, wenn du längere Strecken läufst, das dir dann einfach nach 70 km die Füße oder Knie oder sonst irgendwas weh tun.

Und da ist der Trabcco eine sehr gute Mischung aus gutem Schuh für den Trail, ist aber auch gut für Landschaftsläufe geeignet.

Blog: vitaminberge.de

Dennis von abenteuersüchtig

© abenteuersuechtig – Zwei in ihrem Element

Scott Supertrac RC Ultra

Mein Lieblings-Trailrunningschuh ist seit einem Dreivierteljahr der Scott Supertrac RC Ultra. Der Schuh ist eigentlich konzipiert für lange Läufe und Ultras, macht aber auch auf meinen Ausflügen bis zu 20km eine super Figur!

Der Scott ist grob profiliert, weshalb ich ihn am liebsten auf weichem bis aufgeweichtem, matschigem oder verschneitem Untergrund laufe. Immer dann also, wenn weniger grob profilierte Schuhe aufgeben müssen. Für festgetretene Wege ist das Profil eigentlich viel zu schade, der Supertrac RC Ultra fühlt sich im unwegsamen Gelände immer noch am wohlsten.

Die „All Terrain Traction Sole“ gibt mir Halt auf den verschiedensten Untergründen und auf allen noch so steilen Downhills. So rollt der Schuh perfekt über jede Unebenheit hinweg und gibt mir ständig direktes Feedback. Das gibt gerade bei hohem Tempo und bergab ein zusätzliches Plus an Sicherheit, durch das man weniger bremsen muss.

Grober Trailrunningschuh mit weichem Kern

Besonders gut gefällt mir auch der Schnitt des Supertrac RC Ultra. Er liegt angenehm eng und gleichzeitig gemütlich am Fuß an, nichts drückt oder stört. Zumindest für mich fühlt er sich beinahe an, als wäre er gar nicht da, das hatte ich bei anderen aggressiveren Schuhen so nicht.

Am Vorfuß ist eine gummierte Kappe angebracht, die den Fuß vor Steinen und Geröll schützt. Die klassische Schnürung lässt sich gut und individuell an den Fuß anpassen und bleibt zu, so wie man es wünscht. Durch das atmungsaktive Obermaterial läuft er sich auch bei warmen Temperaturen sehr angenehm. Die Farbkombination aus Neongelb und Schwarz ist sicher Geschmackssache, aber ich persönlich finde Schuhe gut, die aus dem üblichen Farbschema ausbrechen.

Alles in allem habe ich im Supertrac RC Ultra einen super Schuh für anspruchsvolles Gelände gefunden, der mich auf mittleren und zukünftig hoffentlich auch langen Trails begleitet.

über Dennis: Flachlandtiroler, den es in seiner Freizeit primär an die kleinen Felsen und in die großen Berge zieht. Ob zum Trailrunning, Sportklettern oder Bergsteigen, immer dann, wenn es “nach oben” geht, fühlt er sich wohl und in seinem Element.

Blog: abenteuersuechtig.de

Ende Gelände

Das sind Sie also, die liebsten Trailrunningschuhe von 13 Läufern die unterschiedlicher nicht sein können. Ich finde die Zusammenstellung gibt einen super Überblick für die verschiedenen Lauftypen. Letztendlich muß natürlich jeder selbst in den Schuh steigen und seine eigenen Erfahrungen machen.

So darf der Artikel als kleine Hilfestellung für den nächsten Schuhkauf gesehen werden und ganz uneigennützig ist dieser Sammelartikel natürlich auch nicht.

Ja, ich brauche ein neues Paar Schuhe. Mein adidas TERREX agravic GTX hat ausgedient und im September steht für mich der Karwendelmarsch auf dem Plan und da möchte ich dann vielleicht meinen neuen Lieblings-Trailrunningschuh über die 52 km am Fuß tragen.

Hast du vielleicht auch einen Schuh den du am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchtest und der dich auf jedem Trail begleitet. Oder hat dich einer der oben genannten Schuhe vielleicht sogar bitter enttäuscht.

Ich bin auf deine Erfahrungen gespannt und freue mich auf einen Kommentar und jetzt geht’s erstmal #AbNachDraussen

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Author

... liebt die Berge. Am liebsten verbringt er Zeit beim Wandern, Bergsteigen oder auf zwei Brettern im Schnee. Im heimischen Taunus auch gerne mit dem MTB und beim Trailrun unterwegs.

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