Zuletzt aktualisiert am 15. Juni 2026
Trailschuhe kann man nicht genug haben – vor allem, wenn man sieht, was von Saison zu Saison für Fortschritte in der Entwicklung gemacht werden. SCOTT hat da aktuell einen ziemlich Sprung gemacht, und davon möchte ich mich beim SCOTT Kinabalu Trail selbst überzeugen.
Zugegeben: Bei mir ist es schon eine ganze Weile her, dass ich einen SCOTT-Schuh gelaufen bin. Das war der SCOTT SUPERTRAC RC, und es dürfte schätzungsweise um 2022 gewesen sein. Seitdem ist schon einiges an Wasser den Rhein hinuntergelaufen. Umso größer war die Vorfreude, auf das Päckchen aus der Schweiz.
Scott Kinabalu Trail Trailrunningschuh – im Test
Draufgeschaut
[Werbehinweis: Vielen Dank an meinen Kooperationspartner SCOTT, die mir den KINABALU TRAIL zu Verfügung gestellt haben. Die hier vorgestellten Ansichten sind meine eigenen. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.]
Zusammen mit dem Pursuite Gravel kam das große Paket an. Fix ausgepackt und direkt in die Hand genommen, schoss mir direkt ein Gedanke in den Kopf: „Mann, ist der leicht!“ Und schick sieht er obendrein aus. Einige der kleinen, liebevollen Details am Schuh sind mir übrigens erst viel später aufgefallen. Aber ihr wollte jetzt bestimmt vor allem wissen:
Wie läuft sich der Scott Kinabalu Trail im Test
Angezogen und direkt auf die Trails bei mir im heimischen Taunus! Raus aus dem Haus und rein in die Natur. Es richt herrlich: Die letzten Wochen gab es einiges an Regen, der Wald erstrahlt in sattem Grün und die ersten Meter über tiefen, lockeren Waldboden fühlen sich direkt richtig gut an.
Die griffige Versatile Traction Sohle mit ihrem groben Stollenprofil gräbt sich locker-leicht in den Untergrund und hat auch mit wurzeligen und steinigen Abschnitten überhaupt keine Probleme. Die geschäumte Mittelsohle verleiht dem Trailrunningschuh dabei ordentlich Komfort und schluckt Unebenheiten locker weg.

Auch der Downhill auf meiner Teststrecke fühlt sich gut an – schnellen Richtungswechsel und leichte Sprünge stellen den Kinabalu Trail vor keine großen Herausforderungen.

Größe und Passform
In der Größe 45 wirkt ein Schuh optisch immer ein wenig überdimensioniert. Aber das Gefühl am Fuß ist am Ende natürlich ausschlaggeben, und da kann sich die Produktentwicklung des Kinabalu Trail definitiv auf die Schulter klopfen.
Denn das Gesamtpaket aus klasse Fersehenhalt, angenehm viel Platz in der Zehenbox und einem weich gebetteten Fußbett – dank des neuen Kinetic Fusion Schaums in der Zwischensohle – fühlt sich großartig an. So lässt es sich maximal komfortabel über die Trails jagen.


Design
SCOTT hat sich für die aktuelle Saison am Design der kompletten Trailrunning-Linie zu schaffen gemacht. Das schlichte, unaufgeregte Designpaket zieht sich mit der dezenten Farbpalette durch alle Bekleidungsteile – von Trailrunning-Hosen, Shirts und Jacken bis hin zur Ausrüstung wie Stöcken, Brillen und Laufrucksäcken.
Die Zehenkappe ist dabei nicht nur Teil der Optik, sondern schützt auch zuverlässig bei kleineren Kollisionen mit Steinen oder Wurzeln. Der Fersenbereich wird farblich vom Rest des Schuhs abgesetzt und trägt den stolzen Schriftzug des Modells. Im weiteren Verlauf zieht sich eine geschwungene Linie über den Schuh, die sich irgendwann in der Sohle verliert. Diese Linie findet sich übrigens auch in der SCOTT RC-Produktreihe auf den Shirts und Hosen wieder. Ein kleines optisches Schmankerl sind die Schnürsenkel mit integriertem Logo. Der Schuh ist in vier unterschiedlichen Farben erhältlich – da ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.


Grip
Mittleweile bin ich mit dem SCOTT Kinabalu Trail an die 300 km gelaufen und hatte ihn nicht nur bei meinen entspannten Trainingsläufen an den Fußen. Nein, er durfte mich direkt bei zwei härteren Trailrennen mit jeweils circa 30 Kilometern und 800 bzw. 1400 Höhenmetern begleiten.
Mega-technische, hochalpine Trails waren da jetzt nicht dabei, aber ansonsten alles was uns Trailrunner so unter die Füße kommen kann. Waldboden, Wurzeln, Steine und – ja, der ungeliebte Asphalt gehört nun mal auch ab und an dazu.
Hier kann ich nur sagen: Der Schuh hat mich schwer begeistert. Schnürsenkel einmal festgezogen und ab ging die Post. Ein kleines Manko gibt es hier allerdings: Eine integrierte Schnürsenkeltasche fehlt dem Schuh leider, scheint irgendwie aus der Mode gekommen zu sein. Davon abgesehen hat mich der Kinabalu Trail sicher durch die Rennen geflogen und hielt selbst bei wilden Überholmanövern im weglosen Hang oder auf matschigem Terrain bombenfest. Ich hatte keinerlei Probleme und – was soll ich sagen – nach den ganzen Strapazen sieht die Sohle nach wie vor absolut top aus.



PRO
- Überragender Tragekomfort
- Klasse Allround-Grip auf allen Untergründen
- Sehr Agil und leicht
CONTRA
- keine Schnürsenkeltasche
FAQ-Box zum SCOTT Kinabalu Trail
Für welche Distanzen ist der SCOTT Kinabalu Trail am besten geeignet?
Der Schuh ist die perfekte Allzweckwaffe für Distanzen bis zur klassischen Marathon-Marke. Er ist leicht und agil genug für schnelle, kurze Trail-Sprints, bietet dank der komfortablen Dämpfung aber auch genug Reserven für lange Läufe über 30 bis 42 Kilometer.
Wie fällt die Passform aus und welche Größe soll ich nehmen?
Der Kinabalu Trail bietet eine hervorragende Balance: An der Ferse sitzt er gewohnt fest und sicher für maximalen Halt im technischen Gelände, während er im Vorfußbereich eine angenehm breite Zehenbox besitzt. Im Test passte die gewohnte Laufschuhgröße (hier 45) perfekt.
Bietet die Sohle auch im Matsch genug Halt?
Die Versatile Traction Außensohle ist ein echter Allrounder für Waldboden, Steine, Wurzeln und Schotter. Auch leichte Matschpassagen meistert sie problemlos. Für extrem tiefen, knöcheltiefen Dauerschlamm oder alpines Extremgelände gibt es im Sortiment allerdings Modelle mit noch aggressiveren Stollen.
Was ist der Unterschied zum SCOTT Kinabalu Ultra?
Der Kinabalu Trail ist auf Agilität, Schnelligkeit und direktes Feedback vom Untergrund ausgelegt. Sein „großer Bruder“, der Kinabalu Ultra, besitzt noch mehr Dämpfung sowie zusätzliche Stabilitätselemente und ist speziell für die ganz langen Kanten (Ultra-Distanzen jenseits der 50 Kilometer) konzipiert.
Fazit zum Scott Kinabalu Trail
Wie sieht denn jetzt der Gesamteindruck des Kinabalu Trail für mich aus. Da ich den agilen Schweizer jetzt die letzten beiden Wettkämpfen – dem UTFS in der fränkischen Schweiz und dem Trail de Alsace in Obernai an den Füßen hatte, kann er nicht so übel gewesen sein!
Und ja: Der Kinabalu Trail verkörpert für mich ja fast schon genau das, was einen modernen Trailrunningschuh für Distanzen bis zum Marathon ausmachen muss. Er ist leicht, lässt sich bei technischen Abschnitten hervorragend bewegen und wenn es mal schneller wird macht der Kinabalu alles mit. Wenn ihr auf den längeren Distanzen unterwegs seid, solltet ihr euch den großen Bruder – den Kinabalu ULTRA – anschauen. Der ist, wie der Name schon verrät, eher etwas für die ganz langen Kanten.
Für mich steht fest: Der SCOTT Kinabalu Trail ist „Mein“ Rennschuh für die Trailsaison 2026.
Soll es doch ein anderer Schuh sein?
Wer noch nicht ganz überzeugt ist, sollte auch gerne einen Blick auf unseren Blogbeitrag werfen, der zeigt,
welche Lieblingsschuhe andere Trailrunnerinnen und Trailrunner auf ihren Touren begleiten.
Wir sehen uns auf den Trails!
Die wichtigsten Daten zum SCOTT Kinabalu Trail
- Gewicht: 250 g bei mittlerer Größe (Nachgemessen Bei 45 = 279 g)
- Material: Obermaterial aus robustem Ripstop Mesh
- Sohle: Versatile Traction
- Zwischensohle: Kinetic Light Foam mit Stickstoff
- Abrollgeometrie: ER3 – Rocker Technologie
- Preis: 159,95 Euro UVP
- Sprengung: 8 mm (was genau ist eigentlich eine Sprengung? bei Bergzeit wirds beschrieben.)
Anmerkung: Die Schuh wurde mir im Zuge einer Kooperation von SCOTT gestellt. Das Fazit bleibt davon natürlich unbeeinflusst.

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