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osengarten, Drei Zinnen, Meran, Bozen und so weiter und so weiter. Wir alle haben schon von diesen tollen Orten gehört, ich wollte schon immer mal nach Südtirol und im vergangenen Winter war es dann endlich so weit.

Früh morgens ging es mit dem Auto gen Süden. Wir entschieden uns für den knapp 30 KM kürzeren Weg, was sich später noch als großer Fehler herausstellen sollte. An Stuttgart vorbei fuhren wir im weiteren Verlauf bei Füssen über die österreichische Grenze. Nach einer kurzen Rast ging es dann auf der Bundesstraße auch schon direkt los. Ein LKW nach dem Anderen fuhr auf unserer Spur. Wir hätten es eigentlich besser wissen müssen aber so blieb uns nichts anderes als dem Tross über die Passstraße zu folgen. Irgendwann war Innsbruck erreicht und von dort ging es dann recht zügig über den Brenner (hier durften die LKW’s noch nicht in den Tunnel fahren) nach Italien wo wir schließlich nach knapp 8 1/2 Stunden unser Bascamp (na gut wir waren im Hotel) in Südtirol, genauer gesagt in Sexten erreichten.

SEXTEN

Der Blick über Sexten
Der Blick über Sexten
Das ca. 1930 Einwohner große Örtchen im Hochpustertal setzt sich weitestgehend aus den Ortsteilen St. Veit und Moos zusammen. Der Ortskern besteht aus einem Museum, Gemeindehaus und kleinen Geschäften. Im Ortsteil Moos schlängeln sich die Geschäfte und Restaurants zum Großteil an der Hauptstraße, die mitten durch den Ort führt, entlang. Zwischen den schönen alten Bauernhäusern kann man immer wieder einen Blick auf die herrliche Bergwelt ringsherum erhaschen. Besonders schön ist der Blick ins Fischleintal.
Für Alpinskifahrer bietet Sexten ein herrliches Skigebiet das in der Saison 2014/15 eine neue Skischaukel bekommen hat. Das Skigebiet Helm – Rotwand erstreckt sich auf 93 Kilometer und bietet die Steilste schwarze Piste (maximale Hangneigung von bis zu 71 %) Italiens. Bei unserem Aufenthalt lag leider zu wenig Schnee um sich ein richtiges Bild des Skigebiets zu machen, aber die zwei offenen Pisten die wir befahren konnten haben schon richtig Spaß gemacht.

UNSER BASECAMP

Für die 3 Nächte in Sexten haben wir uns im Berghotel Sexten eingenistet.
Nach langem hin und her hatte ich mich entschieden. Das Berghotel in Sexten sollte es sein. Es ist schön gelegen und für unsere Tour der perfekte Startplatz um zu den Drei Zinnen aufzubrechen. Zudem liegt es direkt am Skigebiet (was wir ja leider nicht wirklich nutzen konnten) Im Inneren strahlt das Hotel von allen Wänden regelrechtes Bergsteigerfeeling aus. Ein Bild reiht sich an das andere, man könnte einige Minuten allein im Treppenhaus verharren und die Geschichte um einen der Erstbesteiger der Drei Zinnen Franz Innerkofler durchzulesen. Das Hotel ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Der Restaurantbereich kann sich mit dem freien Blick auf das Fischleintal und den dort stehenden Bergen wie etwa die Rotwandköpfe, Einser und Altenstein absolut sehen lassen.

Südtirol Berghotel Sexten
Eine Luis Trenker Ecke gab es auch
Hier läßt sich die hervorragende Küche einfach nur genießen.Wer es ruhiger angehen lassen möchte für den ist der Spa Bereich mit Sicherheit das Highlight des Hotels. Hier findet sich eine moderne, liebevoll gestaltete Wohlfühloase in der man nach einem Ski oder Bergtag bestens entspannen und die Seele baumeln lassen kann.
Die Drei Zinnen eines der Wahrzeichen wenn nicht das Wahrzeichen der Dolomiten

DIE DREI ZINNEN

Die Drei Zinnen eines der Wahrzeichen wenn nicht das Wahrzeichen der Dolomiten ist 2999 Meter hoch und durch seine markante Gestalt ein häufig besuchtest Ziel für Wanderer, Mountainbiker und natürlich für Kletterer.

Südtirol Drei Zinnen
Südtirol Drei Zinnen

Zum Thema Klettern an den Drei Zinnen gibt es recht viel Literatur und auch Seiten im großen Internet, die sich ausgiebig damit beschäftigen. Einen sehr authentischen Erfahrungsbericht aus der Route Cassin an der Westlichen Zinne könnt ihr bei Erika auf ulligunde.com nachlesen.

Da wir im Winter in Sexten Station machen haben wir vor eine schöne Skitour oder bei wenig Schnee eine Schneeschuhtour zur Drei Zinnen Hütte zu unternehmen. Beides blieb uns aber verwehrt da es die Schneeverhältnisse einfach nicht zugelassen haben. Kurz die Rucksäcke umgepackt gingen wir dann aber doch los. Diesmal halt mit den Wanderschuhen.

Wie wir zu der Drei Zinnen Hütte schlussendlich gekommen sind gibt es in den Tourenberichten zum Nachlesen.

Der Kronplatz! Ein Berg der seinen Namen verdient hat. Auf seinem Gipfel bekommt man einen fantastischen Rundumblick

KRONPPLATZ

Südtirol Kronplatz

Gipfelpanorama am Kronplatz

Der Kronplatz! Ein Berg der seinen Namen verdient hat. Auf seinem Gipfel bekommt man einen fantastischen Rundumblick. Das liegt an der günstigen Lage. Der Kronplatz befindet sich nämlich zwischen Gadertal, Olang und dem Pustertal. An besonders schönen Tagen kann man hier durchaus auch mal acht Sonnenstunden auf der Piste haben auf denen es sich erstklassig Skifahren läßt. Seine 3 Talabfahrten nach Bruneck, St. Vigil und Gassl-Olang tun ein Übriges hinzu.

DATEN UND FAKTEN:

  • 46 Pisten
  • 116 KM Piste
  • 32 Liftanlagen
  • 2 Snowparks
  • 3 KM Nachtschilauf
  • 7 KM hat die längste Abfahrt

Im Juli 2015 öffnete auf dem Gipfel des Kronplatzes das MMM Corones als sechstes und somit letztes Museum des Extrembergsteigers Reinhold Messner. In dem Museum wird das Thema Klettern und Bergsteigen in den Mittelpunkt gestellt. Wenn einem nach ein paar Abfahrten die Oberschenkel brennen, kann man sich mit ein wenig Kultur dort auch wieder prima regenerieren.

BRUNECK

Südtirol Bruneck
Fußgängerzone in Bruneck

Bruneck bei dem Namen kommt mir direkt ein ganz großer Bergsteiger in den Sinn. Zwar stammt Er nicht direkt aus der Stadt sondern aus dem knapp 15 KM entfernten Ahornach bei Sand in Taufers aber irgendwie verbinde ich Hans Kammerlander eben mit dieser Stadt. Hans Kammerlander ist einer der vielen tollen Alpinisten die aus Südtirol stammen. Er hat 12 der 14 Achttausender bestiegen, unzählige Routen eröffnet und vermutlich läuft er auch heute noch in Rekordzeit auf den Großen Moosstock, seinen Trainingsberg.

Südtirol Bruneck Weihnachtsmarkt
Rundgang über den Brunecker Weihnachtsmarkt

Natürlich hat die ca. 15.700 Einwohner zählende Stadt auch noch mehr zu bieten. Sie liegt schön eingebettet zwischen dem Tauferer Ahrntal und dem Gadertal und geht schließlich ins Pustertal über. Da wir uns einen Tag Erholung gönnen kam ein Stadtbummel inklusive Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gerade recht.

Ein Parkplatz war schnell gefunden und schon waren wir mitten drin im Getümmel. Auf dem Weihnachtsmarkt reiht sich eine Bude an die Andere. Mit Blick auf die schönen alten Häuser und Fassaden merkte man Garnichts von der Hauptstraße, die sich unmittelbar hinten den Buden des Weihnachtsmarkts befand.

Nach einem Glühwein ging es in die Altstadt. Wir schlenderten über das Kopfsteinpflaster, schauten links und rechts in die kleinen Läden, Vinotheken und Boutiquen. In einem netten Kaffee ließen wir es uns gut gehen und beobachteten das bunte Treiben. Anschließend ging es noch auf zum Schloß Bruneck. Auch hier hat sich Reinhold Messner mit einem Museum, nämlich dem fünften Messner Mountain Museum verewigt. Das Museum trägt den Namen Ripa und ist den Bergvölkern sowie deren Kulturen aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa gewidmet. Heute ging es allerdings wieder nicht in das Museum. Wir folgten einigen Gleichgesinnten Touristen die im inneren der Burg verschwanden während wir den Blick auf die Stadt genossen.

INFOS UND SEHENSWÜRDIGKEITEN

Der Tag in Bruneck ging schließlich zu Ende und wir mußten leider die Heimreise antreten. Um nochmal kurz die Autofahrt nach Sexten aufzugreifen. Für die Rückfahrt entschieden wir uns dann von Innsbruck aus über Kufstein nach München zu fahren. Was sich wirklich als die bessere Wahl erwiesen hat.

WAS STEHT IN ZUKUNFT SO AN

Nun nachdem mein letzter Aufenthalt ja eher rein sportlicher Natur war, wird die nächste Exkursion mit der Familie auf dem Bauernhof stattfinden. Südtirol hat dafür extra den Roten Hahn ins Leben gerufen. Der Bauernbund hat hier eine wunderbare Marke ins Leben gerufen die Ferien auf dem Bauernhof, bäuerliche Schankbetriebe, Qualitätsprodukte und bäuerliches Handwerk erfolgreich vermarktet und etabliert. Also Urlaub auf dem Bauernhof unter dem Roten Hahn steht ganz oben auf meiner Liste. Wer sich noch mehr Inspiration holen möchte sollte auf Travelita’s BLOG unbedingt ein Auge werfen.

Natürlich möchte ich noch mehr von dem schönen Land sehen und erleben.

Meran mit seinem südländischen Flair, da kommt man eigentlich nicht dran vorbei. Die sportliche Variante sieht da sicher anders aus. Irgendwann mal einen Klettersteig im Rosengarten gehen. Das wäre was! Dafür bietet sich ja die Seiser Alm regelrecht an. Im Sommer wie im Winter soll es fantastisch da oben sein. Vielleicht finde ich ja da auch einen schönen Bauernhof.

TIPP

Auf den Seiten von suedtirol.info findet man tausend tolle Vorschläge für Südtirol und wer über die Sozialen Netzwerke zu Ihnen Kontakt aufnimmt wird immer prima beraten. Also ruhig mal anschreiben.

In den Wintermonaten gibt es ebenfalls noch so vieles nachzuholen und Neues zu entdecken. Ski fahren auf dem komplett geöffneten Kronplatz wäre mal was Schönes, genauso wie in Sexten dann auf der offenen Helm & Rotwand Piste zu fahren würde mich sehr reizen und meine Skitour zu den Drei Zinnen?

Ja, die muß auf jeden Fall nachgeholt werden….

KARTENANSICHT:

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